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Fachgespräch mit Bundestagswahl-Kandidaten in Kiel
Kurz vor der Bundestagswahl hat Kompetenzzentrum NOBI (ab. 01.04.09 unter Trägerschaft der Handwerkskammer Hamburg) gemeinsam mit dem Projekt access unter Trägerschaft des Flüchtlingsrats Schleswig-Holstein eine Veranstaltung mit den KandidatInnen verschiedener Parteien (Bündnis 90/ Die Grünen, FDP, SPD, die Linke und CDU) in Kiel organisiert .
Das Fachgespräch mit den KandidatInnen für den Bundestag zur beruflichen Integration von erwachsenen Menschen mit Migrationshintergrund fand
am 10.07.2009, 14.00 Uhr
im Mehrgenerationenhaus
Elisabethstr. 64, 24143 Kiel
statt.
Die Diskussionsrunde mit den Kandidatinnen und Kandidaten für den Bundestag, vertreten waren Bündnis 90/ Die Grünen (Konstantin von Notz), FDP (Dr. Heiner Garg), SPD (Dr. Ernst Dieter Rossmann), die Linke (Sharma Raju), beschäftigte sich mit der Anerkennung von Schul- und Berufsabschlüssen, die Menschen mit Migrationshintergrund in ihren Heimatländern erworben haben.
In zwei einleitenden Beiträgen schilderten zwei Migrantinnen ihre Probleme in Bezug auf „Nicht-Anerkennung“. Es wurde deutlich, dass es sich keinesfalls um individuelle oder Einzelfälle handelt, sondern um ein strukturelles Problem der systematischen Nichtanerkennung oder Herabstufung von im Ausland erworbenen Abschlüssen. Selbst langjährige Berufserfahrung im Herkunftsland eröffnet keinen gleichwertigen Zugang zum Arbeitsmarkt.
Im Zentrum der Stellungnahmen der Bundestagskandidaten und der lebhaften Diskussion, an der sich viele Betroffene mit zahlreichen Beispielen beteiligten stand vor allem das Reformvorhaben des BMAS, das eine bundeseinheitliche Regelung mit einem Rechtsanspruch auf Feststellung der Gleichwertigkeit von im Ausland erworbenen Qualifikationen vorgesehen ist. In der Diskussion wurde aber deutlich, dass es hinsichtlich der Umsetzung noch Abstimmungsbedarf gibt.
Alle anwesenden Parteienvertreter sahen die grundsätzliche Notwendigkeit einer Neuregelung, vor allem auch aufgrund der undurchsichtigen und komplizierten Rechtslage und Verfahrenpraxis (z.B. je nach Herkunftsland-Gruppen, Beruf, Bundesland etc.). Deutlich wurde auch, dass es an Orientierungshilfen und Beratungsangeboten fehlt, die die Betroffenen unterstützen. Lobend wurde die Arbeit der Projekte im Kompetenzzentrum NOBI erwähnt, aber auch die nur befristete Projektfinanzierung moniert.
Ein Journalist der „Kieler Nachrichten“ führte anschließend ein langes Pressegespräch mit dem Organisatorenteam sowie TeilnehmerInnen und Kandidaten.
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Kompetenzzentrum NOBI |



